In aller Kürze:
Der S&P 500 startete mit einer der engsten Handelsspannen seiner Historie in das Jahr 2026 (rund 2,7 % bis Ende Februar) und lag zum Halbjahr rund 10,2 % im Plus – die Index-Volatilität war historisch niedrig.
Gleichzeitig notierten realisierte und implizite Volatilität einzelner Aktien nahe historischer Höchststände: Der VIXEQ lag zum Halbjahresende mit 47,4 Punkten beim mehr als dem Zweieinhalbfachen des VIX (16,5 Punkte) – ein Wert im 99 %-Perzentil.
Ursache ist eine Rekord-Dispersion zwischen Sektoren und Einzeltiteln, getrieben durch die KI-Entwicklung: Halbleiter +46 % (SOX +102 %) stehen Software & Services mit −20 % gegenüber.
Die implizite 1-Monats-Korrelation der größten S&P 500-Titel liegt mit 0,06 nahe ihrem Allzeittief (langfristiges Mittel: rund 0,30) – diese Entkopplung dämpfte die Index-Volatilität. Mit einem Hochschnellen der Korrelation kann die Einzeltitelvolatilität auf Indexebene durchschlagen.
Auf den ersten Blick wirkt die Entwicklung im ersten Halbjahr 2026 für den S&P 500 erstaunlich stabil: Der US-Markt startete mit einer der geringsten Handelsspannen in das Jahr, die es jemals gab. Bis Ende Februar lag diese bei lediglich rund 2,7 % – ein Wert, der historisch in 99 % der Fälle übertroffen wurde. Zum Ende des Halbjahres notiert der US-Markt rund 10,2 % im Plus.
Doch unter der Oberfläche zeigt sich ein komplett anderes Bild mit extremen Schwankungen: Die realisierte und implizite Volatilität einzelner Aktien notiert nahe historischer Höchststände, während die Korrelation zwischen den Aktien und Sektoren im S&P 500 in der Nähe ihres Allzeittiefs handelt. Diese Diskrepanz ist kein Zufall – sie ist die Folge einer extremen Sektor- und Einzeltiteldispersion.